In NRW ist derzeit ein Zuschussprogramm für KI offen.
Welche KI-Förderung in NRW heute offen ist, welche Programme geschlossen sind und mit welchen Lizenzkosten du im zweiten Jahr rechnen musst.

Welche KI-Förderung in NRW heute offen ist, welche Programme geschlossen sind und mit welchen Lizenzkosten du im zweiten Jahr rechnen musst.


Für KI im Mittelstand ist in Nordrhein-Westfalen derzeit ein Zuschussprogramm offen, die NRW.BANK.Impuls KI der Förderbank des Landes1. Sie fördert die Hälfte der Ausgaben für Beratung, Entwicklung und Test, höchstens 25.000 Euro1. Zwei bekannte Bundesprogramme zur KI-Förderung gibt es dagegen nicht mehr78. Bei den Lizenzen arbeitet mindestens ein großer Anbieter mit einem befristeten Rabatt11.
Wenn du ein Budget planst, brauchst du zwei Zahlen: den Zuschuss, den es wirklich noch gibt, und den Preis je Kopf im zweiten Jahr. Beides steht seltener auf den Förderseiten, als man denkt.
Ein Programm passt derzeit direkt auf den Einstieg, die NRW.BANK.Impuls KI der Förderbank1. Die Richtlinie gilt seit dem 17. August 2026 und läuft zum Jahresende 2028 aus1. Gefördert werden 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 25.000 Euro innerhalb von zwei Jahren1. Zuwendungen unter 5.000 Euro gibt es nicht1.
Gefördert werden zwei Bausteine. Modul A ist die konzeptionelle Beratung, Modul B die Entwicklung und der Test eines KI-Systems für einen konkreten Anwendungsfall1. Im Testmodul sind in geringem Umfang auch Softwarelizenzen, Mietkosten für Hardware und Zugänge zu Testinfrastrukturen förderfähig2.
Anträge laufen digital über das Kundenportal der Bewilligungsbehörde2. Ein Vorhaben soll einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten, und dasselbe Unternehmen kann die Förderung innerhalb von zwei Jahren höchstens zweimal nutzen2.
Modul A deckt sich dabei sehr genau mit meiner eigenen Arbeit als KI-Strategieberater2. Rechne das bei meiner Empfehlung mit ein.
Kernaussage
Seit dem 17. August 2026 ist in Nordrhein-Westfalen die NRW.BANK.Impuls KI offen1. Sie fördert 50 Prozent der Ausgaben für Beratung, Entwicklung und Test, höchstens 25.000 Euro innerhalb von zwei Jahren, und läuft Ende 2028 aus1.
Vier bekannte Anlaufstellen helfen derzeit nicht weiter. Das Bundesprogramm go-digital ist am 31. Dezember 2024 ausgelaufen7. Digital Jetzt ist ebenfalls beendet, das Förderportal wurde zum 31. März 2026 abgeschaltet8. Beide stehen weiterhin in vielen Ratgebern im Netz und kosten Geschäftsführer unnötig Zeit.
Im Landesprogramm Mittelstand Innovativ und Digital ist das Teilprogramm MID-Digitale Prozesse derzeit nicht zugänglich5. Die Bewilligungsbehörde schreibt, die maximale Anzahl an Anträgen sei erreicht und das Antragsportal daher geschlossen5.
Dazu gibt es einen Widerspruch in amtlichen Quellen. Die Förderdatenbank des Bundes wies am selben Tag noch eine laufende Antragsfrist aus6. Maßgeblich ist die Angabe der Bewilligungsstelle. Prüfe Förderinformationen deshalb immer dort, wo der Antrag am Ende landet.
Das Teilprogramm MID-Digitalisierung ist offen, hat aber seit Anfang 2026 einen engeren Zuschnitt4. Förderfähig sind ausschließlich digitale Produkte, die Technologien wie KI, maschinelles Lernen, Data Mining, Echtzeitverarbeitung oder AR- und VR-Technologien einsetzen3.
Der frühere Schwerpunkt für unternehmensinterne Digitalisierung ist entfallen4. Wer KI nur im eigenen Betrieb einsetzen will, bekommt aus diesem Teilprogramm nichts4. Der Fördersatz liegt bei 50 Prozent bis höchstens 15.000 Euro, die Bagatellgrenze bei 4.000 Euro3. Die Kontingente werden monatlich verlost3.
Ein Weg steht unabhängig von Landesmitteln offen. Die Beratungsförderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nimmt Anträge längstens bis zum 31. Dezember 2026 entgegen9. Gefördert werden konzeptionelle Beratungen zu Fragen der Unternehmensführung, in Nordrhein-Westfalen mit 50 Prozent und höchstens 1.750 Euro9.
Die förderfähigen Beratungskosten betragen höchstens 3.500 Euro9. Je Unternehmen sind innerhalb der Geltungsdauer der Richtlinie höchstens fünf abgeschlossene Beratungen möglich, nicht mehr als zwei pro Jahr9.
| Programm | Stand am 11. September 2026 | Förderung |
|---|---|---|
| NRW.BANK.Impuls KI | offen, Richtlinie bis Ende 20281 | 50 Prozent, höchstens 25.000 Euro1 |
| MID-Digitalisierung | offen, nur für digitale Produkte4 | 50 Prozent, höchstens 15.000 Euro3 |
| MID-Digitale Prozesse | Antragsportal geschlossen5 | derzeit kein Zugang5 |
| go-digital | ausgelaufen am 31. Dezember 20247 | keine Anträge mehr7 |
| Digital Jetzt | Portal abgeschaltet am 31. März 20268 | keine Anträge mehr8 |
| Beratungsförderung des Bundes | Anträge bis 31. Dezember 20269 | 50 Prozent, höchstens 1.750 Euro9 |
Die zwei verbreitetsten Angebote liegen dicht beieinander. Microsoft nennt für Copilot als Zusatz zu einem berechtigenden Microsoft-365-Tarif derzeit 15,60 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Mehrwertsteuer11. OpenAI nennt für die Standardlizenz seines Geschäftstarifs 21 Euro je Monat12.
Beide Angaben haben Bedingungen. Der genannte Preis von Microsoft ist ein Rabattpreis, der Listenpreis liegt bei 18,20 Euro11. Copilot setzt zudem eine eigene Lizenz für das Büropaket voraus, die ihr ohnehin bezahlt11.
OpenAI bietet daneben eine Premiumlizenz zu 105 Euro je Monat an und richtet den Geschäftstarif an Teams von zwei bis 200 Personen12. Für größere Häuser nennt der Anbieter keinen Listenpreis, sondern verweist auf den Vertrieb12.
Weil die günstigen Preise befristet sind. Microsoft nennt für das Rabattangebot ausdrücklich den Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2026 und schreibt, die Sonderpreise gälten nur für das erste Jahr11. Ein Jahresabonnement ist dafür Voraussetzung11. Wer mit dem heutigen Preis rechnet, rechnet das zweite Jahr falsch.
Dazu kommt der zweite Posten, der auf keiner Preisseite steht. Einführung, Einweisung der Belegschaft und laufende Betreuung kosten Zeit, und genau dort entscheidet sich, ob sich eine Lizenz überhaupt lohnt.
Der dritte Punkt ist die Bauart des Angebots. Copilot ist ein Aufpreis auf ein Paket, das ihr ohnehin bezahlt11. Ein Geschäftstarif bei OpenAI ist dagegen ein zusätzlicher Vertrag12. Wofür bei einer Abrechnung nach Verbrauch genau gezahlt wird, steht im Beitrag Token und KI-Kosten.
Welcher Anwendungsfall diesen Aufpreis trägt, gehört in die Arbeit an der Strategie und nicht in eine Preisliste.
Meine Empfehlung aus Erfahrung
Meine Einschätzung: Die Lizenzkosten sind in meinen Projekten fast nie das Problem. Teuer wird es, wenn niemand die Zeit für Einführung und Einweisung einplant und die Lizenz danach ungenutzt weiterläuft. Ich würde zuerst einen Anwendungsfall wählen, den eine Abteilung wirklich täglich braucht, und die Förderung erst danach prüfen. Beim Losverfahren plane ich grundsätzlich ohne den Zuschlag.
Ein Antrag ist kein Selbstzweck. Wer zuerst weiß, wofür das Geld gedacht ist, spart sich Rückfragen und braucht weniger Anläufe. Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt und kostet in den ersten Wochen vor allem Nachdenken, nicht Geld. Sie funktioniert auch dann, wenn am Ende kein Zuschuss dabei herauskommt.
Zuerst die Vorbereitung:
Danach der Antrag:
Wie ein solches Vorhaben Stufe für Stufe abläuft, steht in meinem Vorgehen. Woran Vorhaben nach dem ersten Piloten hängen bleiben, steht im Beitrag Warum KI-Piloten stecken bleiben. Für eine zweite Meinung vor dem Antrag schreib mir über das Kontaktformular.
Die Beratung wird gefördert, dazu die Entwicklung. Das Landesprogramm fördert konzeptionelle Beratung als Modul A sowie Entwicklung und Test von KI-Systemen als Modul B [1]. Nach dem Test endet die Förderung [1]. Im Testmodul sind auch Softwarelizenzen, Mietkosten für Hardware und Zugänge zu Testinfrastrukturen förderfähig [2].
Die Bewilligungsbehörde schreibt, die Durchführung eines Vorhabens solle einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten [2]. Innerhalb von zwei Jahren kann dasselbe Unternehmen die Förderung höchstens zweimal in Anspruch nehmen [2]. Plane die Zeit für Antrag und Bewilligung zusätzlich ein.
Nein, aus dem Teilprogramm MID-Digitalisierung nicht. Seit Anfang 2026 sind dort ausschließlich digitale Produkte förderfähig, die Technologien wie KI, maschinelles Lernen oder Data Mining einsetzen [3]. Der frühere Schwerpunkt für unternehmensinterne Digitalisierung ist entfallen [4]. Für den internen Einsatz passt das KI-Zuschussprogramm besser [1].
Das hängt von der Höhe ab. Bei kleinen Vorhaben greift die Untergrenze: Zuwendungen unter 5.000 Euro werden nicht gewährt [1]. Rechne den eigenen Aufwand für Antrag, Angebote und Nachweise ehrlich mit und entscheide erst danach.
Stand 11. September 2026 · geprüft am 11. September 2026

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